Einzelprojekt

Ein Koffer voll Kultur

Die Kulturstrolche Detmold lernen das Lippische Landesmuseum kennen

Die Kulturstrolche-Kinder eines 2. Schuljahres der Grundschule Detmold-Heiligenkirchen besuchten mit ihrer engagierten Lehrerin Frau Haeger im März und April 2010 regelmäßig das Lippische Landesmuseum Detmold. An 6 Vormittagen in jeweils 1,5 Stunden machten sie erste Erfahrungen mit der kulturellen Einrichtung Museum.

Ermöglicht wurde dieses im Rahmen des Kulturstrolche-Förderprojektes des Kultursekretariats Gütersloh und der Stadt Detmold in Kooperation mit dem Lippischen Landesmuseum Detmold. Den Anstoß dazu gab die Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, die den Erstkontakt vermittelte.

Projektleiterin im Lippischen Landesmuseum Museumspädagogin Sabine Solmaz fand in der Dipl. Kunstpädagogin Tanja Blattgerste die ideale Besetzung für die Umsetzung des Kulturstrolche-Konzeptes im Museum. Das von Frau Blattgerste entwickelte „Kultur im Koffer“- Programm ließ sich optimal bei den Kulturstrolchen umsetzen.

Im Lippischen Landesmuseum Detmold wurden die Kinder mit ersten historischen, künstlerischen und naturkundlichen Fragestellungen vertraut gemacht, auch ein Blick hinter die Kulissen wurde ermöglicht. Die Zweitklässler konnten erste Erfahrungen mit der Kultureinrichtung Museum machen, verschiedene Vermittlungsformen kennenlernen, aber auch mal hinter die Kulissen sehen. Dazu gehörte natürlich auch ein Besuch bei Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer Springhorn; aber auch in Arbeitsbereiche wie beispielsweise die Restaurierung konnten die Kinder hineinschnuppern. Die Schülerinnen und Schüler waren mit Feuereifer bei der Sache, Hemmschwellen wurden abgebaut.

Im Naturkundehaus ging es um Tiere und Fossilien, während in der volkskundlichen Abteilung Themen zur Mode und die Geschichte um das Hermannsdenkmal lockten.

In der völkerkundlichen Abteilung standen Mumien in Ägypten und Peru, Grabbeigaben sowie Kunsthandwerk auf dem Programm. Ein besonderer Schwerpunkt bei den Besuchen war das praktische Arbeiten der Schüler im Bereich der Bildenden Kunst, welches ein handlungsorientiertes Heranführen an die Thematiken ermöglichte. Die Kinder fertigten Bilder, Plastiken und vieles mehr für sich selbst und jeweils ein Exponat für den gemeinsamen Koffer an, der sich schnell mit den Werken der kleinen Künstler füllte.