Projekte

Projekte der Kulturstrolche




Die Kulturstrolche erhalten Besuch von Leseratte Lotte.

Am 01.04.2019 wurden die Kulturstrolche aus der 2b der Martinschule in Beckum von der Leseratte Lotte (alias Meike Wiemann) in ihrer Grundschule besucht.

Anknüpfend an ein vorheriges Schreibprojekt im Rahmen der Kulturstrolche, in dem Lotte schon eine Rolle gespielt hatte, war es nun an der Zeit, dass die Schüler*innen sie persönlich kennenlernen dürfen. Lotte, welche mit Fliegerbrille, langem Mantel und weiteren Accessoires bekleidet war, stellte sich vor und gab der Lehrerin einen geheimnisvollen Brief, welcher an die 2b adressiert war.
In diesem Brief schrieb Lotte selbst, dass sie gerne eine „Vorleseratte“ werden möchte, wie auch schon viele andere in ihrer Familie es waren. Sie fragte die 2b, ob sie ihnen vorlesen dürfte, um für ihre zukünftige Rolle als „Vorleseratte“ zu üben. Die Lesung wurde sehr interaktiv gestaltet, denn schon zu Anfang fragte Lotte bei den erfahrenen Kulturstrolchen viel nach. Beispielsweise, was die in Beckum denn schon alles erlebt haben. Auch kleine Zwischenfragen, wie „Welche Farbe hat das Fell des Bären in der Geschichte? Stellt es euch genau vor.“, trugen zur aktiveren Gestaltung der Lesung bei.
Beim Vorlesen wurde mit Händen und Füßen gestikuliert, mal laut gebrüllt und mal leise geflüstert, sodass die Schüler*innen Lotte total interessiert zuhörten. Sollte Lotte mal etwas zu leise lesen, weil sie so in das Buch vertieft ist, mussten die Kulturstrolche sie mit lautem Rufen davon abhalten, was für die Kinder ein großer Spaß war.
Nach einer Stunde wurde eine kleine Pause eingelegt. Viele neugierige Kulturstrolche kamen noch zu Lotte, um sie über ihr Dasein als Leseratte auszufragen.
Zum Schluss verkündete Lotte den gespannten Kulturstrolchen, wie der Titel des Buches lautet: „Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika“ von Oliver Scherz. Am Ende der Lesung durfte die Klasse 2b das vorgelesene Buch sogar zum Nachstöbern und Selberlesen behalten, was alle sehr freute.

Kulturstrolche reisen in die Vergangenheit

Meschede. Von der klappernden Mühle in den dunklen Stollen: Eine Reise in die Arbeitswelt vergangener Tage unternahmen jetzt die Kulturstrolche der zweiten Klassen der Luziaschule Berge. Und eines wurde schnell klar: Leichter war die Arbeit früher nicht…

Los ging es an der „Berger Mühle“ und damit an einem Denkmal, das eine Technik zeigt, die lange vor der Industrialisierung an vielen Orten im Sauerland im Einsatz war: die Wassermühle. Am Ufer der Wenne nahm Uli Nieswand die Schülerinnen und Schüler der Luziaschule in Empfang. Zwar wurden die alten Mühlenräder bei einer Renovierung Anfang der 90er Jahre durch moderne Turbinen ersetzt, doch die Kinder staunten nicht schlecht, dass die alten Mauer- und Mahlwerke und die Abfüllmaschinen noch immer Korn in Mehl verwandeln können und auch gebacken wird vor Ort: „Nicht nur gesundes Schrotbrot“, wie Nieswand den „Kulturstrolchen“ augenzwinkernd verriet. „Unser alter Gewölbeofen, der Backes, eignet sich auch super zum Pizzabacken.“ Eine besondere Überraschung: Am Stauwehr hinter der Mühle lassen sich nicht nur springende Fische auf der Forellentreppe bestaunen, man befindet sich außerdem auf Berges einziger Insel.

Beim Besuch des Sauerländer Besucherbergwerks lernten die Kulturstrolche dann eine ganz andere Facette der Arbeit vergangener Tage kennen. Schon von weitem grüßte der Förderturm, es folgten ein Besuch der Ausstellung und natürlich die Fahrt unter Tage. Besonders fasziniert waren die Kinder von der Erztrage, die sie auch selbst ausprobieren durften. Alte Bergbautechniken wie das Feuersetzen wurden anschaulich dargestellt – sogar echter Rauch war zu sehen. Für die Kulturstrolche war schnell klar: Die Arbeit im Bergwerk war ein wirklich harter Job. Doch in Ramsbeck konnten die Kulturstrolche auch den technischen Wandel verfolgen, der Erleichterungen und eine höhere Produktivität brachte – etwa die Grubenbahn aus den 50er Jahren. Natürlich hatten die Kulturstrolche auch selbst etwas zu tun: Sie bauten aus Sperrholz das Modell einer historischen Erztrage. Und zum Abschied gab es für jedes Kind ein echtes Stück Ramsbecker Erz zur Belohnung.

Die Idee des „Kulturstrolche-Projektes“: Jedes Schulkind soll während seiner Grundschulzeit möglichst viele kulturelle Sparten und Kultureinrichtungen vor Ort kennen lernen. Im Klassenverbund oder in kleineren Gruppen besuchen die Kinder die Einrichtungen, lernen dort tätige Menschen, ihre Arbeit und die jeweilige Kulturform kennen. Das Kulturstrolche-Projekt wurde initiiert und konzipiert vom Dezernat für Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport der Stadt Münster. Es wird vom Kultursekretariat NRW Gütersloh und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. In Meschede wird das Projekt vom Fachbereich Generationen, Bildung, Freizeit der Stadt koordiniert.

Hier können Sie die Pressemitteilung zur Verbreitung und für lokale Zwecke herunterladen:

"Achtung Aufnahme läuft" - Die Kulturstrolche im Tonstudio der VHS Ahlen

Es ist lebhaft. Es ist eng. Es macht Spaß.

Die hellen Stimmen der Kinder klingen durch die eher ruhigen Flure der VHS, als sie sich zum ersten Mal auf den Weg zum Tonstudio im Keller der VHS machen. Die erste Scheu weicht schnell der Begeisterung. Die professionelle Technik des Tonstudios beeindruckt und der "Chefsessel" am Mischpult ist dementsprechend hart umkämpft.

Mit viel Vergnügen und Energie erobern die sich die SchülerInnen das Tonstudio mit all seinen Möglichkeiten: sie sprechen am Mikrophon, bedienen die Regler am Mischpult , Steuern die Stimmen aus und führen kleine Interviews in der Sprecherkabine.

Moderationen und Texte werden mit manchmal noch ungelenkten Buchstaben geschrieben und später mit aufgeregter Stimme am Mikrophon gesprochen. Wenn mehr Zeit bleibt, streifen sie mit dem Aufnahmegerät durch die Stadt, sprechen Passanten an und machen kleine Umfragen. Konzentriert und gleichzeitig ausgelassen entdecken die Kinder, dass man sich anstrengen und gleichzeitig großen Spaß haben kann.

Am Ende der Projekttage hören wir uns an, was wir in den zwei oder drei Tagen produzieren konnten. Die meisten Kinder umringen mich am Mischpult, manche sitzen auf dem Boden, das Tonstudio ist klein.
Aus den großen Boxen klingen die Stimmen der Kinder sehr präsent; verbunden mit Musik und den passenden Moderationen hören sich die kleinen Interviews und gebauten Beiträge fast professionell an. Konzentriert und stolz hören sie ihr Werk.
Neben mir am Mischpult stehen zwei Mädchen, vielleicht 9 oder 10 Jahre alt. "Das ist richtig gut geworden" flüstert die eine der anderen zu. Ja, das finde ich auch!

Hier geht es zum Radiobeitrag: https://merchandise.kultursekretariat-nrw.de/wp-content/uploads/2019/03/...

Ulrike Behnen, Medienpädagogin

Seiten