Projekte

Projekte der Kulturstrolche




Die Kulturstrolche erkunden: Jazztanz

Am 17.12.2018 besuchten die Kulturstrolche der Mammutschule Lea Werthschulte in der Swing-Schule „Shim-Sham“ in Ahlen.

Leider war es an diesem Tag nicht möglich in dem großen Tanzstudio zu tanzen, was aber kein Grund zum Verzweifeln ist, denn in dem gleichnamigen Restaurant „Shim Sham“, einem alten Lüfter einer Zeche, gibt es ebenfalls eine kleine Tanzfläche. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde, mit der Frage, ob jemand schon Tanzerfahrung hätte, ging es mit „Feuer, Wasser, Blitz“, einem beliebten Aufwärmspiel, los. Begeistert von ihrer Umgebung erkundeten die Kulturstrolche so den Raum. Frau Werthschulte verkündete, dass es heute hauptsächlich um Jazz geht. Doch damit nicht genug, denn jetzt war es Zeit für die Schüler*innen selbst im Bereich Jazztanz aktiv zu werden. Dazu wurden die Kinder gebeten sich in Reihen aufzustellen und sich erst einmal, wie es nun mal bei richtigen Tänzern üblich ist, zu dehnen. Dieses Aufwärmprogramm wurde von den Schüler*innen mit lauten Kommandos tatkräftig unterstützt, denn die Motivation war sichtlich hoch. Sofort lernten sie ihren ersten Schritt, welchen Frau Werthschulte als „Pada Pada“ bezeichnet. Ist dieser Schritt erstmal gelernt ging es auch schon zum nächsten, dem sogenannten „Pivot Turn“. Alle guten Dinge sind drei, wie auch in dieser Choreographie, denn der letzte Schritt waren die „Busy-Knees“, ein sehr bekannter Tanzschritt auch außerhalb des Jazz. Diese Schritte sind auch bekannt aus der Tanzrichtung „Jitterbug Stroll“.

Nach einer actionreichen Pause kamen erneut alle in einem Sitzkreis zusammen, um darüber zu sprechen, ob jemand schon einmal Jazzmusik gehört habe und Lea Werthschulte erklärte, dass auch die Improvisation im Bereich des Jazztanzes eine wichtige Rolle spielt. Außerdem hatte sie nun ihre Steppschuhe an, denn Jazz- und Stepptanz haben viele Ähnlichkeiten. Passend dazu tanzten die Kulturstrolche mit Frau Werthschulte noch einmal ihre Choreographie ergänzten diese aber um einen improvisierten Tanzschritt, welchen die Kinder selbst aussuchen durften.

Danach hieß es für die Kulturstrolche nochmal Tanz und Präzision zu verbinden, denn zum Abschluss wurde eine Runde Stopptanzen gespielt. Wie es natürlich bei neugierigen Kulturstrolchen üblich ist, wurde der gelungene Tag mit einer Fragerunde beendet.

Kulturstrolche in Meschede feiern ihr Projektfinale

Kulturstrolche auf Entdeckungstour
Schülerinnen und Schüler der Luziaschule haben viel erlebt

Meschede. Sie sind echte Expertinnen und Experten in Sachen Kultur, stellen Fragen und werfen bei jeder Gelegenheit einen Blick hinter die Kulissen: Auch im vergangenen Schulhalbjahr gingen die Kulturstrolche der Luziaschule Berge in ihrer Stadt auf Entdeckungstour und haben dabei einiges erlebt und erfahren. Zum Abschied erhielten die Kulturstrolche der vierten Klassen der Luziaschule Berge jetzt von Bürgermeister Christoph Weber eine Broschüre mit all‘ ihren Erlebnissen der vergangenen Jahre. Die Idee des „Kulturstrolche-Projektes“: Jedes Schulkind soll während seiner Grundschulzeit möglichst viele kulturelle Sparten und Kultureinrichtungen vor Ort kennen lernen. Im Klassenverbund oder in kleineren Gruppen besuchen die Kinder die Einrichtungen, lernen dort tätige Menschen, ihre Arbeit und die jeweilige Kulturform kennen.

Die Kulturstrolche der vierten Klassen hatten sich in diesem Jahr mit dem Thema „Kulturen“ und der Vielfalt der Religionen beschäftigt. Ihre Entdeckungsreise begann in der St. Walburga-Pfarrkirche, wo die Kinder zahlreiche Geheimnisse des historischen Gebäudes erkundeten. In der evangelischen Christuskirche machten sich die Kinder dann auf die Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden christlichen Konfessionen. In der Fatih-Moschee in Meschede beschäftigten sich die Kulturstrolche mit dem Islam, besuchten Waschraum und Gebetsräume und erfuhren bei einer kurzen Lesung auf Arabisch, dass der Koran von rechts nach links gelesen wird. Im Bürgerzentrum Alte Synagoge lernten die Kinder einiges über die Geschichte des Gebäudes und der jüdischen Gemeinde. Auch die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig, die an die von den Nationalsozialisten aus Meschede deportierten und ermordeten Juden erinnern, waren ein wichtiges Thema. Bei der Abschiedsfeier sangen die Kinder noch einmal das Kulturstrolche-Lied, das sie bereits 2015 um eine Strophe erweitert hatten: „Kultur gibt es beim Essen, Kultur ist wie man spricht. Wir woll’n auch nicht vergessen: Auch helfen – das ist Pflicht! Kultur ist Gästefreundschaft, Kultur ist Religion. Kultur ist, wenn man was schafft, mit Welcome und Shalom.“ „Die Zeit als Kulturstrolche hat Euch gezeigt: Auch in Meschede gibt es viele spannende Dinge zu entdecken“, betonte Bürgermeister Christoph Weber in seiner Ansprache. „Macht damit weiter, erzählt anderen davon! Bleibt einfach Euer Leben lang ein Kulturstrolch!“

Das Kulturstrolche-Projekt wurde initiiert und konzipiert vom Dezernat für Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport der Stadt Münster. Es wird vom Kultursekretariat NRW Gütersloh und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. In Meschede wird das Projekt vom Fachbereich Generationen, Bildung, Freizeit der Stadt koordiniert.

Kulturstrolche machen Kunst

Schülerinnen und Schüler werden mit Metall kreativ

Meschede. Aus Schrott wird Kunst – die Kulturstrolche der dritten Klassen schweißten in diesem Schuljahr zusammen und verwandelten Metallstücke mit viel Biegen und Brechen in kleine Skulpturen, die sich sehen lassen konnten: bei einer kleinen Ausstellung in der Luziaschule Berge. Außerdem besuchten sie den Hof Visbeck und erfuhren von Stefanie Schenk-Busse und Björn Busse, wie Metallskulpturen entstehen, die es sogar bis vor den Düsseldorfer Landtag schaffen.
Die Idee des „Kulturstrolche-Projektes“: Jedes Schulkind soll während seiner Grundschulzeit möglichst viele kulturelle Sparten und Kultureinrichtungen vor Ort kennen lernen. Im Klassenverbund oder in kleineren Gruppen besuchen die Kinder die Einrichtungen, lernen dort tätige Menschen, ihre Arbeit und die jeweilige Kulturform kennen.

Im dritten Schuljahr steht bei den Kulturstrolchen in Meschede traditionell Kunst auf dem Stundenplan. In diesem Jahr besuchten sie dafür das aki Kinder- und Jugendzentrum, wo Metallkünstler Muzaffer Yildiz und Peter Ogrodowski vom aki den Kindern zeigten, wie sich aus Metall kleine Kunstwerke formen lassen. Dafür braucht es zunächst eine Idee, dann eine Zeichnung und erst zum Schluss wird das eigentliche Material bearbeitet – mal mit dem Hammer, mal mit Säge oder Schweißgerät. So wurde auch das Thema Sicherheit groß geschrieben, beim Schweißen unter fachkundiger Anleitung verschwanden die Kinder gar völlig hinter Maske, Kittel und Handschuhen. Die Ergebnisse waren beeindruckend: „Die sehen so professionell aus, die könnten gut und gerne in einem Dekorationsgeschäft stehen“, lobte Friedhelm Baumhöfer, Leiter der Luziaschule Berge, die Werke der Kulturstrolche.

Um zu sehen, wie die Profis arbeiten, besuchten die Kulturstrolche bei einem zweiten Termin den Hof Visbeck. Mit großem Interesse erkundeten die Kinder dort den Arbeitsplatz von Kunstschmied Björn Busse und Designerin Stefanie Schenk-Busse. Das Ehepaar war offen für alle Fragen, und die Kulturstrolche staunten nicht schlecht, als der Metallkünstler von seinen Arbeiten erzählte und kreative Objekte vorstellte. Bei dem außergewöhnlichen Sachunterricht ging es um den Weg von einer Idee bis hin zum fertigen Kunstwerk. So erklärte Stefanie Schenk-Busse die Arbeit im Design- und Kunstatelier, wo sie die künstlerischen Entwürfe fertigt. Bis ihr Mann die Skizze dann in ein konkretes Werk aus Metall verwandelt, kann es manchmal ein langer Weg sein, berichtete Stefanie Schenk-Busse und gewährte den Kindern Einblicke in ihr Entwurfsbuch sowie in einige 3-D-Animationen am Computer. „Erst wenn die Idee überzeugt und funktioniert, kann mein Mann die Skulptur fertigen“, erklärte die Künstlerin den Kulturstrolchen. Fertige Kunstobjekte wurden anschließend auf dem Gelände bestaunt.

Und auch die Arbeiten der Kulturstrolche wurden der Öffentlichkeit präsentiert: Bei einer kleinen Ausstellung in der Luziaschule durften sich die Kinder selbst wie kleine Künstler fühlen. Sie beeindruckten die Eltern vor allem mit der Vielseitigkeit ihrer Arbeiten, jede ein bisschen anders, mit eigenem Charakter – kleine Kunstwerke eben.
Das Kulturstrolche-Projekt wurde initiiert und konzipiert vom Dezernat für Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport der Stadt Münster. Es wird vom Kultursekretariat NRW Gütersloh und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. In Meschede wird das Projekt vom Fachbereich Generationen, Bildung, Freizeit der Stadt koordiniert.

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