Projekte

Projekte der Kulturstrolche




Theaterexperten aus Gevelsberg

Die Gevelsberger Kulturstrolche machten sich auf eine kleine Forschungsexpedition durch die Kulissen des Theater Hagen. In der Schreinerei erfuhren sie wie aus einfachen Holzkonstruktionen facettenreiche Bühnenkulissen werden. Unzählige Kostüme aus unterschiedlichen Epochen konnten im Kostümfundus bestaunt werden. Hier werden alle jemals eingesetzten Kleidungsstücke aufbewahrt und als Probenkostüm auf der Probebühne verwendet oder so umgenäht, sodass sie als neue Kostüme für die Premiere eingesetzt werden. Von der Nähkunst der Schneiderei konnten sich die Kulturstrolche hautnah überzeugen lassen.

Breakdance und Kulturstrolche?! Na sicher!

Die Klasse 3b der Grundschule Nießenweg aus Gütersloh besuchte das Tanz und Sportstudio Neumann, um Tanz in seinen verschiedensten Facetten zu erleben. Unter Anleitung erfahrener Tanzpädagoginnen wärmten sich die Kulturstrolche auf, probierten spielerisch verschiedene Bewegungsformen aus und achteten aufeinander, wenn sie sich in Gruppen durch den Raum bewegten. Sie lernten, dass Tanz mit verschiedensten Aspekten zusammenhängt: mit Musik, mit Rhythmik, mit Gefühlen und Ausdruck, die man in Bewegung umsetzt. Verschiedene Schrittkombinationen wurden von den Kulturstrolchen vor dem Spiegel geübt bis sie allmählich zur Choreografie zusammenwuchsen. Anschließend wurde die ganz eigene anerkannte Tanzform des „Breakdance“ zum Thema. Von einem echten Breakdance-Profi lernten die Kulturstrolche die ersten Moves und trainierten anschließend einige Freezes, was meint, dass man in einer besonders eindrucksvollen Position verharrt. Schlussendlich applaudierten die Kulturstrolche dem Breakdancer zu, der als krönendes Finale im Kreise der Kinder einen kleinen Auftritt hinlegte.

Strolcheinvasion in Herford

Bericht von Michael Girke

Von MICHAEL GIRKE

Treffpunkt Museumsdepot gegenüber dem Rathaus in Herford. Heute werden sogenannte »Kulturstrolche« erwartet, Drittklässler*innen der Grundschule Landesberger Straße. Um solche Besucher sind Herfords Kultureinrichtungen besonders bemüht, inspiriert von dem Gedanken, dass aus kleinen einmal große, über den Verlauf der Zukunft entscheidende Leute werden. Da schadet es gewiss nicht, unsere an Abgründen so reiche Vergangenheit zu kennen.

Nur, dass es »die Kinder« nicht gibt. Jedes ist schon ein ausgemacht eigenes Persönchen, und 25 davon sind eine Herausforderung. Wie die schweifenden Phantasien bremsen, heimholen, für das Lokale faszinieren? Die Museumsleiterin versucht es mit einer kleinen Geschichte des Lichts. Dass dieses nicht nur Segen, sondern auch Fluch ist, demonstriert sie anhand einer Zeitung, die das Tageslicht über die Jahre zu einer falben, rissigen Papierruine gemacht hat. Zum Schutz all der hier gelagerten Dinge müsse das Depot deshalb zumeist dunkel und immer wohltemperiert sein, lautet die von Ahs und Ohs begleitete Lektion. Anschließend erkunden die Strolche das Depot selbstständig: ein Hochrad aus dem 19. Jahrhundert und ein alliierter Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg erregen die meiste Aufmerksamkeit. Die Frage, ob hier irgendwo die Mona Lisa zu finden sei, muss die Museumsleitung leider verneinen.

Der dann gestellten Aufgabe, bestimmte alte Gegenstände näher zu untersuchen und in Kurztexten zu beschreiben, kommt man mit Strolcheeifer nach. Spätestens jetzt erwacht das Depot aus seinem ehernen Schlummer. In allen Ecken gellende Stimmen, ausgelebte Neugier, Dispute. Und niemand vermisst die Mona Lisa. Plötzlich wird auch der Autor dieser Zeilen ins Geschehen verwickelt. Zu gern hätte er weiter berichtet … was die Kinder alles zusammengetragen, sie anderntags bei der Wolderuskapelle erlebt, wie alte Herforder Malereien sie gefesselt haben … doch kommt er nicht dazu … wird ohne Unterlass mit Fragen und Einschätzungen bestürmt … »Warum ist diese Tür so unglaublich hoch?« … »Haben Sie hier einen Säbelzahntiger?« … »Die alte Bombe tickt aber noch, habe ich genau gehört« … Hilfe …

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