Vom Schaf zum Wollfilz – Wolle begreifen


Barbara Niemann

Barabara Niemann arbeitet im Bereich der Museumspädagogik im Freilicht-Museum Detmold und im WRM-Schloss Brake. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit bietet das kunsthandwerkliche Gestalten.


Ablauf und Inhalt des Angebots

Vom Schaf zum fertigen Wollprodukt ist es ein langer Weg. Beim Besuch einer Schafherde beschäftigen sich die Kulturstrolche mit Schafen als Nutztiere und vor allem mit der geschorenen Schafwolle. Die Kinder bekommen die Möglichkeit Schafe von Nahem zu betrachten, Wolle anzufassen, den Unterschied zwischen gewaschener und ungewaschener Wolle zu erfahren und selbst geschorene Wolle mit der Handkarde zu kardieren.

Bei solch einem Besuch auf dem Bauernhof kommen viele Fragen auf. Wie wird aus dem Schaffell nutzbare Wolle? Welche Möglichkeiten der Weiterverarbeitung gibt es? Woraus besteht eigentlich unsere Kleidung? Und wo ist der Unterschied zu Materialien wie z.B. Baumwolle oder Leinen?  Auf altersgerechte Weise erhalten die Kulturstrolche Antworten auf Fragen rund um das Thema Wolle. (Termin I, Schafherde)

Anknüpfend an den ersten Termin, lernen die Kulturstrolche eine Art der Weiterverarbeitung, das Filzen, praktisch kennen. Die Kinder erfahren, was Filz ist, wie er hergestellt wird und wo der Unterschied zu anderen Techniken der Wollverarbeitung liegt. Anschließend fertigen sie mit Hilfe der Nass-Filztechnik ihr eigenes Bild aus Filz. Die Strolche können ihr Bild frei gestalten, auf Wunsch kann aber auch ein Thema vorgegeben werden.  Es werden einige Beispiele gezeigt und Anregungen gegeben, die die Kinder inspirieren und motivieren ihr eigenes Bild zu filzen. (Termin II & evtl. III, Werk- oder Klassenraum)

Vor- und Nachbereitung in der Schule

Die Kinder sollten darauf vorbereitet werden, sich sehr leise der Schafherde zu nähern, um die Schafe nicht zu verschrecken.

SparteBildende Kunst
KlassenstufeKlassenstufe 2
Teilnehmer*innenzahleine Schulklasse und begleitendes Lehrpersonal
Dauer 1 Termin à 90 Minuten und 1 Termin à 180 Minuten
VeranstaltungsortTermin I kann auf folgenden Höfen stattfinden: Streuobstwiese Am Lindenhaus Blomberger Weg 60, Lemgo; Wilhlem-Stölting-Weg, Kirchheide (evtl.) (nur von April–Oktober und bei gutem Wetter) //Termin II: Werk- oder Klassenraum der Schule (im Raum muss mit Wasser gearbeitet werden dürfen, bei drei Terminen müssen die halbfertigen, noch nassen Arbeiten gelagert werden können)
AnsprechpersonBarbara Niemann, Tel.: 052 31 37 917, E-Mail: barbara-nie@web.de